Ein Projekt im Rahmen des Programms „Gib Gewalt keine Chance!

Jugendschutz in Einrichtungen und Angeboten der Jugendsozialarbeit NRW“

gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans NRW

Das Projekt Gemeinsam gegen Gewalt: Toleranz und Vielfalt stärken berücksichtigt in erster Linie die Unterstützung zur Prävention und Nachsorge von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Jugendsozialarbeit, aber auch die Umsetzung der Ziele und Aufgaben des Landeskinderschutzgesetzes NRW durch die Qualifizierung von Fachpersonal, um die Kompetenzen im Kinderschutz zu stärken.

Zielgruppen

Das Sozialwerk Dürener Christen ist mit seinen Angeboten und Projekten vorwiegend im Bereich der Jugendberufshilfe, Jugendhilfe und der Integrationsförderung von jungen Menschen mit internationaler Familiengeschichte tätig.

Direkte Zielgruppe

Direkte Zielgruppe des Projekts sind pädagogische Fachkräfte, die in diesen Bereichen sowie in anderen Feldern der Jugendsozialarbeit, Jugendhilfe und der Offenen Jugendarbeit insbesondere mit benachteiligten jungen Menschen arbeiten und deren sozialpädagogischen Handlungskompetenzen hinsichtlich von Gewaltprävention und Nachsorge erweitert werden sollen.

Indirekte Zielgruppe

Indirekte Zielgruppe des Projekts sind daher benachteiligte junge Menschen ab 16 Jahren. Insbesondere junge Menschen mit Benachteiligungslagen (z.B. bildungsfern, geringe Chancen am Übergang Schule-Beruf, multiple Problemlagen im persönlichen Lebensumfeld, mangelnde Integration u.a.) finden oftmals nicht den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und sind tendenziell stärker durch Populismus, Radikalisierung und antidemokratischen Strömungen beeinflusst wird, was sie leichter zu Ausübenden oder Opfern verschiedenster Formen von Gewalt werden lässt.

 Inhalte / Methoden, Angebote

„Gemeinsam gegen Gewalt“ bietet innovative Ansätze und Interventionen mit einem präventiven Instrumentarium, um sozialpädagogische Handlungskompetenzen von  Fachkräften zu erweitern.

Besonders berücksichtigt werden folgende methodischen Ansätze:

 – REACH YOUth

REACH YOUth bietet effektive Interventions-Instrumente, die den Teilnehmer*innen mit praktischen Übungen eine unmittelbare Auseinandersetzung mit Werten wie Toleranz, Vielfalt und demokratischen Handeln und Denken ermöglichen.

Dieses „Intervention Set“ umfasst bis zu 10 unterschiedliche ausgerichtete Interventionen als neues, aktivierendes und interkulturell ausgelegtes Trainingsset.

 – Symbolarbeit

Der innovative und kaum bekannte Ansatz der „Symbolarbeit“ ist ein wesentliches Element unseres Projekts, da sie den jungen Menschen eine Sprache gibt, wenn Worte fehlen. Symbole können zum Dolmetscher werden, und sie sind Transportmittel für das, was man nicht sagen kann oder will. Die Sprache oder fehlende Sprache stellen bei diesem Ansatz keine Barriere dar! Damit ist diese Methode insbesondere für die Arbeit mit jungen Migrantinnen geeignet, die noch Sprachdefizite haben und ihre eigene Geschichte, Wünsche, Bedürfnisse und Ziele auf diesem Wege nicht zum Ausdruck bringen können.

Umsetzungsleitfaden für Fachkräfte in der Jugendsozialarbeit

 Zum Abschluss des Projekts wurde ein Umsetzungsleitfaden für Fachkräfte in der Jugendsozialarbeit entwickelt. Mit Hilfe dieses Leitfadens können bedarfsgerecht Interventionen, Übungen oder Workshops in der Arbeit mit jungen Menschen geplant und durchgeführt werden.

Mit dem folgenden Link kann der Leitfaden kostenfrei heruntergeladen werden:

Praxisleitfaden Gemeinsam gegen Gewalt

Das Projekt wurde gefördert durch:

KOMPASS

ist ein Projekt in Trägerschaft der Stadt Düren mit dem Sozialwerk Dürener Christen als durchführenden Partner.

Das Projekt wird gefördert durch das LVR Landesprogram Gemeinsam MehrWert

 Im Sinne der Demokratiebildung sind Interventionen und Angebote notwendig, die eine aktive Auseinandersetzung mit den eigenen und gesellschaftlichen Werten fördert sowie Toleranz, kulturelle Vielfalt und gegenseitige Akzeptanz stärken. Ebenso gilt es aktuellen populistischen und radikalen Tendenzen durch präventive Ansätze entgegenzuwirken.

Dieses Angebot schafft   KOMPASS. Das Sozialwerk Dürener Christen bietet als durchführender Träger  ab dem 01.03. 2024 ein neues und innovatives Förderinstrument an, welches bei diesen Bedarfen ansetzt.

KOMPASS verfolgt folgende Ziele:

  • Stärkung der Kompetenzen von geflüchteten jungen Menschen (Empowerment)
  • Verbesserung der wechselseitigen Akzeptanz von Zuwanderer- und Aufnahmebevölkerung
  • Demokratiebildung (politische Partizipation und die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundwerten, Stärkung gegen Populismus und Radikalisierung jeglicher Art)
  • Förderung von Vielfalt / Diversität als Querschnittsziel (gesellschaftliche Teilhabe, politische und kulturelle Werte)
  • Implementierung und Verstetigung eines methodischen Instrumentariums im regionalen Netzwerk zur langfristigen Unterstützung der hier beschriebenen Ziele

Um diese Ziele zu erreichen stehen KOMPASS zwei bereits bewährte Methoden/Ansätze zur Verfügung:

  • Symbolarbeit (Symbole als Sprache in der Arbeit mit /Coaching von jungen Menschen)

und

  • REACH YOUth (Demokratie-Interventionsset).

Je nach aktuellen Themen, vorliegenden Problematiken und Bedarfen können die Methodenmodule und Interventionen im Baukastenprinzip individuell und bedarfsgerecht zusammengestellt werden.

Zielgruppe sind junge Menschen mit und ohne internationaler Familiengeschichte zwischen 15 und 27 Jahren die in der Stadt Düren leben oder in einem Betreuungsverhältnis zu einem regionalen Netzwerkpartner stehen sowie  Pädagogische Fachkräfte der Jugendhilfe /Jugendsozialarbeit und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen sowie Multiplikator*innen, die mit jungen geflüchteten Menschen arbeiten.

Ausführliche Informationen zu den Methoden finden Sie unter
REACH YOUth und SymfoS for Youth Care.

KOMPASS bietet folgende Angebote:

  • Mit unseren Fachkräften bieten wir sowohl Coachings / Übungen / Interventionen unmittelbar für jungen Menschen an (Gruppenangebote)

als auch

  • Schulungen / Trainings für pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtler in der Jugendhilfe / Jugendsozialarbeit

Flyer Kompass herunterladen

Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne individuell!

gefördert durch:

  

Träger:

    

symfos

SymfoS for Youth Care ist eine innovative Beratungsmethode, die auf der Symbolarbeit basiert.

Symfos for Youth Care hat das Ziel, die Symbolarbeit in der Jugendhilfe zu implementieren, damit eine wesentliche Verbesserung der Integrationschancen benachteiligter junger Menschen in Europa bewirkt wird. Diese Jugendlichen sind aufgrund mangelnder Integration in vielen Lebensbereichen zunehmend aus der Arbeitswelt und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.

Mit dem methodischen Ansatz der Symbolarbeit (von Wilfried Schneider) wird ein Förderinstrument weiter entwickelt, das Fachkräfte in Jugendhilfe befähigt, benachteiligte Jugendliche effektiv zu fördern. Der innovative Aspekt liegt im Transfer der bisherigen Methode von der Berufsberatung in die Jugendhilfe. In der Jugendhilfe bietet die Arbeit mit Symbolen den Jugendlichen eine zusätzliche, universelle Sprache. Kurz gesagt, Symbolarbeit bedeutet, eine Person dazu zu bringen, sich selbst zu erreichen. Dabei sind Symbole hilfreich in Situationen, die schwer oder unmöglich durch andere Kommunikationsmittel zu beschreiben sind.

Darüber hinaus werden zukünftig Fachhochschulen für Sozialwesen (Higher Education) mit Hilfe von Webkursen in die Erstausbildung eingeführt. Dadurch wird die Symbolarbeit frühzeitig in die Ausbildung der zukünftigen SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInen integriert und erhält einen enormen Verbreitungsgrad. Mit der Symbolarbeit erhalten die Studienabsolventen eine Methodik an die Hand, die ihre berufliche Handlungskompetenz insbesondere in Bezug auf die Zielgruppe praxisnah erweitert.

SymfoS for Youth Care richtet sich an

direkt:

  • MitarbeiterInnen in der Jugendhilfe,
    PsychologInnen und SozialarbeiterInnen, die mit oben angeführten Jugendlichen arbeiten z.B. in Sozialen Diensten der Jugendämter, Jugendhilfeeinrichtungen
  • EntscheidungsträgerInnen in der Jugendhilfe, bei Berufsbildungsanbietern und Fachhochschulen im Bereich Sozialwesen

indirekt:

  • Benachteiligte Jugendliche (15-25 Jahre) mit Integrationsproblemen, die durch bestehende Methoden der Jugendhilfe kaum erreicht werden (Jugendliche mit multiplen Problemlagen)
  • Bildungspolitische Entscheidungsträger, die für Anerkennungsinstrumente von Qualifikationen zuständig sind

Damit SymfoS for Youth Care ein etablierter methodischer Bestandteil in der Jugednhilfe wird, werden folgende Veranstaltungen im Rahmen des Projektes angeboten:

  • Multiplikatoren-Veranstaltungen
  • Durchführung von Workshops für Stakeholder;
  • Trainings und Schulungen (z.B. 5 tägige SymfoS Train-the-Trainer Kurse)
  • Projekttreffen zum Austausch und Absprache über den Projektstand
  • Abschlussveranstaltungen in verschiedenen Ländern

Lesen Sie unseren aktuellen SymfoS-Flyer   oder informieren Sie sich auf der Europäischen SymfoS-Projektseite

Das Sozialwerk Dürener Christen führt Symbols for Youth Care mit 6 Partnern aus 5 europäischen Ländern durch. Alle Partner verfügen über projektrelevante Kompetenzen und Erfahrungen.

Europa Karte

Hafelekar (Österreich) www.hafelekar.at
Asociacion Caminos (Spanien) www.asoccaminos.org
University of Gloucestershire – Großbritannien  www.glos.ac.uk
Colegio ColpolsocA – Spanien www.colpolsoc-andalucia.org
Associacao A3S – Portugal  www.a-3s.org
Instituto Politecnico Porto – Portugal www.ipp.pt

Als Basismaterial für die Symbolarbeit werden die von Wilfried Schneider entwickelten Symbolkoffer verwendet (schneider-therapiekoffer.de)


SymfoS-Symbols for Youth Care war ein 30-monatiges Projekt, das im Rahmen des Erasmus + -Programms, Aktionslinie 2, Strategische Partnerschaften, finanziert wurde. Das Projekt ist abgeschlossen, die Methoden werden weiterhin in den unterschiedlichen Projekten des Sozialwerks angeboten bzw. angewendet.

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