REACH YOUth – Projektneuigkeiten

REACH YOUth sucht die besten Methoden, um junge Menschen in Europa für gesellschaftliche Ungleichverhältnisse zu sensibilisieren und soziale Empathie zu fördern.

REACH YOUth hat das Ziel, junge Menschen in ihrem demokratischen Denken und Handeln zu stärken und jedweder Form von Radikalisierungstendenzen entgegen zu wirken. Das Projekt wird gemeinsam mit fünf europäischen Partnerorganisationen durchgeführt.  Gemeinsam werden die bisher effektivsten Interventions-Instrumente zu einem „Democracy Intervention Set“ zusammengeführt. Dieses interkulturell ausgelegte Trainingsset sollen pädagogische Fachkräfte in ihrer praktischen Arbeit mit Jugendlichen europaweit nutzen können.

Das Sozialwerk übernimmt die Entwicklung des Curriculums für die Trainer-Schulung.

Hierzu wurden verschiedene Methoden zu den Schwerpunktthemen Menschenrechte und Sensibilisierung für gesellschaftliche Ungleichverhältnisse und die Förderung sozialer Empathie von den
Projekt-Pädagogen des Sozialwerks mit jungen Menschen und Kolleg*innen im Sommer 2020 in kleinem Kreise erfolgreich getestet.

„Ein Schritt nach vorn“
Die Teilnehmer stellen sich in einer Reihe auf und erhalten je eine sog. Rollenkarte mit Informationen zu ihrem Status (z.B. 16jährige Tochter einer Bauernfamilie oder 14 jähriger Junge aus Syrien, vor 2 Jahren nach Deutschland geflüchtet, besucht die Hauptschule). Werden die anschließenden Fragen mit ja beantwortet, können die Teilnehmenden einen Schritt nach vorne gehen (kannst du deinen Wohnort frei wählen? oder kannst du deine Arbeitsstelle beliebig wechseln?)
Durch die Beantwortung ergibt sich ein neues Stellungsbild für die Gruppe.

„Das Spiel der Menschenrechte“
Jeder Teilnehmer erhält 10 Menschenrechte zugesprochen, die er anschliessend aufgrund von politischen Krisensituationen wieder abgeben muss. So erfahren die Teilnehmenden, was es bedeutet sich (nicht) frei auf der Strasse bewegen zu dürfen oder seine Meinung(nicht)  frei äußern zu dürfen.

Die teilnehmenden Kolleginnen und Jugendliche aus Projekten des Sozialwerks diskutierten während und nach den Übungen sehr angeregt über Themen wie Rassismus, eigene Vorurteile, die Bedeutung von Menschenrechten und die Folgen von Migration. Teil der Diskussionen waren auch aktuelle Ereignisse wie der Mord an Georg Floyd und die gesellschaftliche Debatte darüber.

Die angewendeten Methoden wurden als sehr anregend und angemessen bewertet, um ins Gespräch zu kommen und die Sensibilität für Themen wie Rassismus oder die Bedeutung von Menschenrechten zu wecken.

Zurzeit sind die Projektpartner aus Deutschland, Spanien, Zypern, Bulgarien und Italien schwerpunktmäßig damit beschäftigt, weitere im Vorfeld ausgewählte Methoden in ihren Ländern zu testen und weiter zu entwickeln. Im Herbst 2020 wird das „Demoracy Intervention Set“ zusammengestellt und in einer Trainer-Schulung vermittelt werden. Zurzeit wird geklärt, ob dies in einer Live-Schulung oder Online durchgeführt werden wird.

Erfahren Sie mehr über das Projekt unter oder besuchen Sie unsere europäische Projektseite www.reachyouth.eu

REACH YOUth wird durch das europäische ERAMSUS+ Programm gefördert:Strategische Partnerschaften in der beruflichen Aus- und Weiterbildung – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch über bewährte Verfahren“.