Europäische Partnerorganisationen entwickeln eine innovative Methode der Bildungs- und Berufsberatung für Jugendliche mit Vermittlungshemmnissen, die auf Symbolarbeit basiert.

Traditionelle Beratungsmethoden richten sich sehr oft an Jugendliche mit guten Schreib- und Lesekompetenzen, die bereits in ein tragfähiges soziales System eingebettet sind. Dieser Beratungszugang verliert seine Wirkung bei Jugendlichen, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten haben, ihre Situation, ihre Bedürfnisse und ihre Ziele für die Zukunft in Worten auszudrücken. Sybmolarbeit bietet hier einen alternativen Zugang, seine individuelle Situation auszudrücken.

Teilnehmer am Kongress in Düren
Foto: SymfoS – Projektpartner*innen aus Österreich, Deutschland, Italien, Irland und Spanien

Was sind die Ziele von SymfoS?

Einerseits möchte SymfoS junge Menschen unterstützen, die Schwierigkeiten haben, ihren eigenen Weg innerhalb des Bildungssystems und des Arbeitsmarktes zu finden, bzw. ihre Zukunft zu planen. Auf der anderen Seite zielt SymfoS darauf ab, eine ganzheitliche Methode für die Bildungsberatung zu entwickeln und damit die Qualität der Beratung zu verbessern.

Hintergrund im internationalen Kontext:

Derzeit steht Europa vor großen Herausforderungen, die sich aus tiefen Wirtschaftskrisen und hohen Jugendarbeitslosigkeitsquoten in vielen Ländern ergeben. Das Bildungssystem benötigt Synergien und Interaktionen zwischen formellem, informellem und nicht formalem Lernen, um eine Verringerung der Quote von Schulabbrechern und eine engere branchenübergreifende Zusammenarbiet mit der Arbeitswelt zu erreichen. Ein zentrales Anliegen ist die strukturelle Verankerung von SymfoS als ein Baustein auf dem Weg zu erhöhter Vernetzung und der Verringerung von Schulabbrüchen und Arbeitslosigkeit junger Menschen.
Die Einbeziehung aller Austauschgruppen in die Methodenentwicklung erfolgt, um die SymfoS-Methode in allen Partnerländern effektiv umzusetzen: Österreich, Deutschland, Spanien, Irland und Italien. Darüberhinaus werden ab Projektstart bereits Kontakte zu relevanten Stakeholdern aufgebaut:  EntscheidungsträgerInnen im Berufsbildungs- und Ausbildungssektor, politische EntscheidungsträgerInnen im Bildungsbereich sowie TrainerInnen und Jugendlichen.

Das erste internationale SymfoS-Projekttreffen fand im November 2016 in St. Pölten statt. Das Treffen war die Gelegenheit für alle Projektpartner, einen ersten Einblick in die Arbeit mit Symbolen zu bekommen. Praktische Fallbeispiele zeigten das große Potential, das in dieser Methode steckt. Während des Treffens wurden die erste Version der Online-Schulungsplattform www.symfos.eu, die Strategie für die Öffentlichkeitsarbeit und erste Ergebnissen der Stakeholder-Analyse präsentiert.

Die Entwicklung des Basiskonzepts für die Umsetzung der SymfoS-Symbolarbeit hat also bereits begonnen und wird mit nationalen Berichten abgeschlossen werden, die Informationen über Traditionen und bestehende Erfahrungen rund um die Symbolarbeit sammeln.

Die nächsten Schritte des Projekts sind die Entwicklung der Basic-Clearing-Methodik, ein Werkzeug, um Jugendliche rasch eine Orientierung über ihre eigenen Bedürfnisse an die Beratungsarbeit geben zu können und spezifische Interventionen gemeinsam zu planen.

Außerdem werden drei weitere Berufsberatungsinstrumente (weiter-)entwickelt:
• Symbolberatungs-Szenarien wie “Lebensstrasse der Kompetenzen und Ressourcen”, “Planungsstrasse”, “Reise zu den inneren Bildern” und “Inseln der Gefühle”;
• Individuelle Lern- und Karrierepfade
• Peer-Buddy-System.

Im März 2017 wird in Düren (Deutschland) eine erste Ausbildungsgruppe für TrainerInnen der Partnerorganisationen stattfinden. Dies bietet die Gelegenheit, danach die Methode im eigenen Arbeitsfeld auszuprobieren und bildet gleichzeitig den Startpunkt der ersten Testphase des Projekts.

zur SymfoS-Partnerschaft gehören neben dem Sozialwerk Dürener Christen:
• Hafelekar (Österreich) www.hafelekar.at  als  Projektkoordinator
• Asociacion Caminos (Spanien) www.asoccaminos.org
• BALLYMUN JOB CENTER (Irland) www.bmunjob.ie
• ZeMiT (Österreich)  www.zemit.at
• CESIE (Italien) www.cesie.org

Für weitere Informationen über das Projekt, kontaktieren Sie Paul Schober (paul.schober@hafelekar.at)
Als Basismaterial für die Symbolarbeit werden die von Wilfried Schneider entwickelten Symbolkoffer verwendet (http://schneider-therapiekoffer.de)
Besuchen Sie uns: www.symfos.eu  www.facebook/symfos oder https://www.linkedin.com/groups/13502960

 


 

SymfoS-Symbols for Success ist ein 30-monatiges Projekt, das im Rahmen des Erasmus + -Programms, Aktionslinie 2, Strategische Partnerschaften, finanziert wird.


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